Unfall- & Versicherung

Praxisrelevante Neuerungen des VVG

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Nach dem alten Versicherungsvertragsgesetz (VVG) erhielt der Versicherungsnehmer bei leicht fahrlässigem Verhalten “alles” und bei einem grob fahrlässigen und bzw. oder vorsätzlichem Verhalten “nichts”, also keinerlei Versicherungsleistungen.

Somit ist nunmehr im Hinblick auf einen Interessenausgleich zwischen Versicherer und Versicherungsnehmer eine dem Grundgedanken des Mitverschuldens im Sinne des § 254 BGB entsprechende Regelung eingeführt worden.

 

§ 81 VVG Herbeiführung des Versicherungsfalles

(1) Der Versicherer ist nicht zur Leistung verpflichtet, wenn der Versicherungsnehmer vorsätzlich den Versicherungsfall herbeiführt.

(2) Führt der Versicherungsnehmer den Versicherungsfall grob fahrlässig herbei, ist der Versicherer berechtigt, seine Leistung in einem der Schwere des Verschuldens des Versicherungsnehmers entsprechenden Verhältnis zu kürzen.

Mithin überlässt der Gesetzgeber die Festlegung von Quoten der Rechtsprechung und grundsätzlich auch den Versicherern, die solche Quoten theoretisch in ihren Versicherungsbedingungen festlegen könnten.

Quelle: Zeitschrift “Der Kfz-Sachverständige - SPEZIAL 2008″

News vom: Juli 2008 | Rubrik: Unfall

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